Dr. med. Rainer Ganzel
Gastroenterologie in Marienfelde
Dr. med. Bärbel Ennuschat

Patienteninformation zur Gastroskopie (Magenspiegelung)

Liebe Patientin, lieber Patient,

Bei Ihnen ist eine Untersuchung des oberen Verdauungtraktes (Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm) vorgesehen um die Ursachen Ihrer Beschwerden aufzudecken.

UNTERSUCHUNG: Ein biegsames optisches Instrument (Endoskop) wird unter Sicht durch den Rachen in die Speiseröhre, den Magen und in den Dünndarm eingeführt und die Schleimhaut betrachtet. In der Regel werden dabei auch winzige Gewebeproben entnommen (dies ist schmerzfrei).
Diese Untersuchung ist in der Regel schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Sie kann also auch problemlos nur mit einer örtlichen Rachenbetäubung (Xylocainspray) durchgeführt werden. Nach Abklingen der Betäubung (20- 30 min.) kann wieder gegessen und getrunken werden.
Bei ängstlichen oder empfindlichen Patienten mit erhöhtem Würgereiz ist es sinnvoll sich kurz tiefberuhigen zu lassen, dann merkt man von der gesamten Untersuchung nichts.
Da dabei die Rachenbetäubung entfällt, können Sie direkt nach der Untersuchung essen und trinken, da die Tiefberuhigung nur für die Zeit der Untersuchung wirkt.
Allerdings ist Ihre volle Leistungsfähigkeit erst wieder nach ca. 2 Stunden hergestellt. Aus juristischen Gründen dürfen Sie für den gesamten Tag auch kein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen.
Planen Sie sicherheithalber eine kurze Tiefbetäubung ein und lassen Sie sich nach ca 30 Minuten Überwachungszeit in der Praxis von einer Begleitperson nach Hause fahren.
Ohne Begleitperson werden Sie in der Praxis mindestens noch 1 Stunde überwacht.

VORBEREITUNG: Am Tag vor der Untersuchung dürfen Sie noch bis 18 Uhr essen und trinken. Dann bitte nur noch trinken. Am Tag der Untersuchung müssen Sie nüchtern bleiben, bis 3 Stunden vor der Untersuchung können Sie etwas klare Flüssigkeit zu sich nehmen. Medikamente die morgens genommen werden, sollten erst nach der Untersuchung genommen werden.

MÖGLICHE KOMPLIKATIONEN: Die Magenspiegelung ist eine sehr risikoarme Untersuchung, dannoch werden in der Literatur Komplikationen beschrieben: Verletzung des Kehlkopfes oder der Wand des Verdauungstraktes die bis hin zur Operation führen können.
Nach Probenentnahmen oder Polypenentfernung können selten Blutungen entstehen die jedoch in der Regel mit Medikamenten oder Metallclips behoben werden können.
Sehr selten sind Keimeinschleppungen in die Blutbahn, lagerungsbedingte Schäden oder Gebissschäden bei lockerem Zahnwerk.
Störungen des Atmung und des Kreislaufs sind ebenfalls selten und können durch sorgfältige Überwachung von Puls, Blutdruck und Sauerstoffsättigung frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Um die Risiken der Untersuchung so klein wie möglich zu halten, bitte wir Sie uns vor der Untersuchung Mitteilung zu machen, falls eine der folgenden Fragen zutrifft:

  • Besteht bei Ihnen eine vermehrte Blutungsneigung (bei kleinen Verletzungen, nach Zahnziehen)?
  • Besteht eine Allergie (gegen Medikamente)?
  • Leiden Sie an Diabetes ?
  • Tragen Sie einen Herzschrittmacher - künstliche Herzklappe?
    Haben Sie andere Herzerkrankungen?
  • Besteht eine Schwangerschaft?
  • Nehmen Sie ASS, Marcumar, Iscover, Plavix, Falithrom oder Clopidogrel ein? Falls ja, bitte gleich mit uns Rücksprache halten!!!

 

FRAGEN: Haben Sie etwas nicht ausreichend verstanden, oder bestehen noch zusätzliche Fragen zur Untersuchung, Risiken oder Vorbereitung, geben wir Ihnen gerne Auskunft!

Vorbereitung zur Darmspiegelung

Zurück zur Übersicht